Verzögerung bei Großprojekten

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Meeresbiologe
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Verzögerung bei Großprojekten

Beitragvon Meeresbiologe » Dienstag 11. Dezember 2018, 15:54


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Shutterspeed
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Re: Verzögerung bei Großprojekten

Beitragvon Shutterspeed » Donnerstag 13. Dezember 2018, 20:37

Zitat:

"Aus China berichten Unternehmer, dass der Verlauf von Bahntrassen zwischen zwei Orten schon mal mit dem Lineal auf der Karte eingezeichnet werde: Häuser, Naturschutzgebiete, Gewerbe, alles, was im Weg steht, wird plattgemacht........."

In Deutschland gab es auch einmal eine Partei, die so gehandelt hat. Bei Widerstand ab an die Wand. Wenn die Menschen keine beinharte Linientreue zeigen, keine devote Haltung einnehmen, werden sie "plattgemacht" :evil: In Deutschland läuft einiges schief, aber wir sind nicht so rückständig und machen alles platt was im Weg steht. Daher ist der Vergleich mit einem totalitären Regime unangebracht.
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ET 422 als S9 auf der Ruhrflutbrücke in Essen

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Ruhrpottfahrer
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Re: Verzögerung bei Großprojekten

Beitragvon Ruhrpottfahrer » Freitag 14. Dezember 2018, 08:21

Moin,

in der Tat ist das hochloben der Politik und der Verhältnisse in China sehr bedenkenswert!
Denn das was da auf dem Rücken der Einwohner ohne Rückfragen, ohne Rücksicht oder ohne Rücksprachen gemacht wird, ist absolut Menschen verachtend.
Wer China als Beispiel für sowas wie Großbauprojekte nimmt, der hat einiges nicht kapiert.
Im übrigen setzt man dort auch wesentlich mehr Manpower ein, kostet ja fast nix und ist Milliardenfach verfügbar, falls mal einer ausfällt!

Allerdings muß man sich in Deutschland auch Kritik geben lassen.
Denn wieso schafft es ein deutsches Bauunternehmen ein Jahrhundertprojekt wie den Gotthardtunnel just in Time, sogar ein wenig früher, fertig zu stellen.
Das würde auch in Deutschland gehen, würde man mehr auf Reputation der Firmen gehen, statt auf billig, billig, billig.
Was dabei passiert, sieht man in Duisburg:
3 mal ausgeschrieben, 3 mal zu hohe Angebote, die aber realistisch waren und nur eine Firma
die das Wellendach bauen würde. Ergebnis: Bau erstmal vertagt, altes Dach wird notdürftig geflickt!
Es sind halt grundlegende Dinge die im Baugewerbe nicht stimmen und solange die bestehen bleiben, wird das nicht besser werden.

Gruß

Eric
Nach Thomas Kufen könnt ihr rufen, doch gilt von Kettwig bis nach Leithe:
Essen ist, war und bleibt immer pleite!

(c) Kettwichte

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Re: Verzögerung bei Großprojekten

Beitragvon Meeresbiologe » Mittwoch 19. Juni 2019, 16:38

Shutterspeed hat geschrieben:Zitat:

"Aus China berichten Unternehmer, dass der Verlauf von Bahntrassen zwischen zwei Orten schon mal mit dem Lineal auf der Karte eingezeichnet werde: Häuser, Naturschutzgebiete, Gewerbe, alles, was im Weg steht, wird plattgemacht........."

In Deutschland gab es auch einmal eine Partei, die so gehandelt hat. Bei Widerstand ab an die Wand. Wenn die Menschen keine beinharte Linientreue zeigen, keine devote Haltung einnehmen, werden sie "plattgemacht" :evil: In Deutschland läuft einiges schief, aber wir sind nicht so rückständig und machen alles platt was im Weg steht. Daher ist der Vergleich mit einem totalitären Regime unangebracht.


Interessant ist das die Partei die gerade am meisten stimmen hat und höchst wahrscheinlich die nächste Bundestagswahl gewinnen wird das so machen will ihr Kanzler Kanitat hat mehr fach genau das vorgeschlagen.


Habeck will chinesische Verhältnisse in Deutschland

„Wer uns wählt, weiß, dass sich damit Gravierendes ändert“


Diese Änderungen sind nicht weniger als die Abschaffung des demokratischen Systems mit seiner Bürgerbeteiligung und Kontrolle der Politik und seine Ersetzung durch ein diktatorisches Herrschaftsmodell nach chinesischem Vorbild.

Das hat Habeck schon vor einem Jahr in einem Interview mit Richard David Precht offenbart.

In diesem Gespräch sagte Habeck, dass die Politik, „meine Welt“ analog arbeite. Sie brauche zwei Jahre, um ein Gesetz zu machen, wegen „Prüfungsbeteiligungen und Anhörungen“ und deshalb sei die „Politik nicht immer auf Ballhöhe mit der Herausforderungen“.
Wenn man die „Parteipolitik jetzt mal außen vor“ ließe und das Problem auf eine „basale, strukturelle Ebene“ hoch- oder runterfahre, dann käme man nur „normativ“ weiter.

Man müsse entscheiden, ob man an „einem System festhalten“ wolle, „das im Grunde dem Kern von Selbstbestimmung und Beteiligung verpflichtet“ sei und ihm noch eine Chance gäbe. Dann müßte es aber zu „radikalen Veränderungen“ in der Politik kommen.
Oder man entscheide sich für „zentralistische Systeme“, „die natürlich schneller“ und „effizienter“ sind. In China gäbe es keine Opposition und keine Mitbestimmung, wenn die Politiker Fehler machten, würden sie nicht abgewählt.

Diese Entscheidung könne man nicht ökonomisch treffen, die müsste „wertegeleitet“ getroffen werden.
Habeck: „Ich würde sagen, das wollen wir.“

Autor: Vera Lengsfeld Vera Lengsfeld, Publizistin, war eine der prominentesten Vertreterinnen der demokratischen Bürgerrechtsbewegung gegen die "DDR"-Diktatur, sie gehörte 15 Jahre dem Deutschen Bundestag als Abgeordnete der CDU an. Sie publiziert u.a. in der Achse des Guten und in der Jüdischen Rundschau.


[url]https://haolam.de/artikel/Deutschland/37945/Habeck-will-chinesische-Verhaeltnisse-in-Deutschland.html[/u