DB Behinderten Feindlich!

Alles was nichts mit S-Bahnen zu tun hat
Meeresbiologe
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DB Behinderten Feindlich!

Beitragvon Meeresbiologe » Freitag 31. Mai 2019, 11:12

DB Behinderten Feindlich! :evil:

Zugreise nach Berlin nicht möglich Deutsche Bahn wird für Rollstuhlfahrerin zur Barriere


https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2019/05/berlin-hauptbahnhof-barrierefrei-bloggerin-wheelymum.html

Seit einem Unfall Querschnittsgelähmt„Das finde ich frech“: Olympiasiegerin Kristina Vogel schimpft gegen die Bahn

https://www.focus.de/sport/radsport/seit-einem-unfall-querschnittsgelaehmt-das-finde-ich-frech-olympiasiegerin-kristina-vogel-schimpft-gegen-die-bahn_id_10777699.html

Leider keine Einzelfälle sondern Standard bei der Bahn.

Macht es doch wie in den USA bei Amtrak jeder mit Behinderung der nicht so Transportiert werden konnte wie es sein müsste wird dem Vorstand 40% Vom Lohn abgezogen und Gespendet.

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Jesus
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Re: DB Behinderten Feindlich!

Beitragvon Jesus » Freitag 31. Mai 2019, 14:46

Das ist aber nichts Neues. Ich kenne auch einen Fall, wo an einem Bahnhof die Aufzüge außer Betrieb waren und ein Rollstuhlfahrer dann für über 100 Euro ein Taxi nehmen musste. DB war aber immerhin so nett und hat ihm aus Kulanz einen 30(?) Euro Reisegutschein geschenkt.

Es fängt aber auch schon im kleinen Stil an. In Saarmund gab es beim Neubau der Bahnsteige einen großen Streit, weil sich DB geweigert hat, Aufzüge einzubauen (Kosten vs. Nutzen stehen in keinem Verhältnis). Hier haben Rollstuhlfahrer nur die Möglichkeit, nach Struveshof vorzufahren und dort in den Gegenzug umzusteigen oder gleich den Bus nach Potsdam zu nehmen.

In Frohnsdorf geht das sogar so weit, dass der geplante Halt bis heute nicht gebaut wurde. Bedingt durch die Streckenführung muss man hier einen Hochbahnsteig bauen. DB will diesen jedoch nicht barrierefrei errichten, da die zu erwartende Fahrgastzahl zu gering ist.
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Ruhrpottfahrer
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Re: DB Behinderten Feindlich! So ein Quatsch!

Beitragvon Ruhrpottfahrer » Freitag 31. Mai 2019, 16:32

Moin,

man sollte hier mal die Kirche im Dorf lassen!
1. Gab es wohl aus uns unbekannten Gründen eine außerplanmäßige Übernachfrage durch Bedürftige,
die Ausstiegshilfe benötigten.
2. Gibt es nun mal aus Versicherungsgründen nur eine begrenzte Zahl an Personen die eingewiesen und zugelassen sind, die Ausstiegshilfe zu nutzen.
3. Wird von den Problemen vor Ort im Detail geschrieben, wann aber sie genau gebucht hat, nicht! Wer sagt, daß sie nicht zu knapp gebucht hat? Denn gerade bei solchen Reisen sind 3 oder 4 Wochen vorher oftmals zu knapp!
4. Wird hier zu Unrecht auf die DB geschimpft! Es kann nun mal nicht angehen, daß die Züge die zu 99,9% Fahrgäste befördern die weder Einstiegshilfe, noch Rollstuhlplatz oder sonst irgendwelche Hilfen brauchen, mit 50% Behindertenplätzen und -technik ausgestattet werden und diese zu 99% dumm durch die Gegend gefahren wird!
5. Hab ich nichts gegen Behinderte, ganz sicher nicht. Aber was manche sich rausnehmen und wie die ein Fass aufmachen um ihre Behinderung vorzuschieben, da kriege ich das Kotzen!
Erst kürzlich in einem ICE zwischen Köln und Frankfurt:
Vorgemeldet war eine Rollstuhlfahrerin mit Begleitung und "normalem" Gepäck. Letzteres bedeutet 1-2 normale Koffer pro Person. Was kam, das brachte den Zugchef zu Recht auf die Palme. Es kam eine ältere Frau im Rolli mit geistig behindertem Begleiter (vermutlich Sohn) und sage und schreibe 7 Taschen im XXL-Format wie diese IKEA-Taschen. Dazu noch zwei Reisetaschen und 1 Koffer. Ausstieg sollte in Frankfurt Flughafen Fernbahnhof sein. Der Zugchef ist im Dreieck gesprungen da zum einen diese Menge an Gepäck kaum vernünftig unterzubringen war und zum anderen nicht vorgemeldet war.
Da unser Zug recht gut besetzt war und es kaum eine Alternative gab, wurde die Frau samt Begleitung und ihrem Warenlager mitgenommen. Die Schimpftiraden des Zugchefs waren deftig. In Frankfurt Flughafen stand dann ein allein gelassener Azubi, der die Dame begleiten sollte. Völlig überfordert ob des Berges an Gepäck. Übrigens gab es dort auch nicht mehr Personal, weil die "Umstände" unbekannt waren. Wie man das Gepäck dort wegbekommen hat, keine Ahnung. Aber unser Zug bekam dank dieser Unverschämtheiten 25 Minuten Verspätung, die bis München nicht mehr raugefahren wurden.

Und derartiges Verhalten sieht man immer wieder! Bedürftige Person hält den ganzen Verkehr auf, weil man sich nicht an die offiziell bekannten und vorgegebenen Rahmenbedingungen halten will. Man will auf Grund der persönlichen Umstände immer eine Extrawurst. Leider.

Es gibt natürlich auch die Mobilitätseingeschränkten Fahrgäste die sich auf alle Eventualitäten perfekt vorbereiten und sich durch nichts aus der Ruhe bringen lassen. Das sind die unauffälligsten Fahrgäste überhaupt.

Letztlich finde ich es ein Frechheit, daß die Dame hier so ein Fass aufmacht. Sie hat scheinbar überall was zu meckern (Krankenhaus was nicht auf "ihren Spezialmonsterrollstuhl" ausgelegt ist) und findet das auch noch gut!
Wie gesagt, es muss alles im Rahmen bleiben und die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben.
Daß unser "Meeresbiologe" das ganze so ungefiltert reflektiert wundert mich nicht.
Es ist nur schade, daß immer wieder Leute auf solche Berichte anspringen und nicht differenzieren oder mal quer lesen und sich informieren.

Fazit: Viel Lärm um ein Problem was auch andere treffen kann, die aber meist gelassener damit umgehen. Und warum ihr "Begleiter" nicht einen Mietwagen genommen hat (Gibt es auch für Behinderte!), werden wir nie erfahren.


Gruß

Eric
Nach Thomas Kufen könnt ihr rufen, doch gilt von Kettwig bis nach Leithe:
Essen ist, war und bleibt immer pleite!

(c) Kettwichte